Pflege

Pflegen heißt helfen ….
Der Pflegedienst ist die größte Berufsgruppe im Krankenhaus und zeitlich am längsten beim Patienten tätig. Neben der Arbeit am Krankenbett erfüllen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegedienstes ihre pflegerischen Aufgaben auch außerhalb der Krankenzimmer in den Funktionsbereichen, wie zum Beispiel im Operationssaal, bei der Anästhesie und in den Ambulanzen.

 

Die Pflege ist ein Grundbedürfnis des Kranken und steht in ihrer Bedeutung gleichwertig neben Diagnostik und Therapie. Durch individuelle Pflege und psychosoziale Betreuung leistet der pflegerische Dienst einen wesentlichen Beitrag für die Gesundung und für das Wohlbefinden des Patienten.

 

Zielgerichtete Heilbehandlung
Damit alle an der Versorgung beteiligten Mitarbeiter gleichermaßen informiert sind, wird für jeden Patienten eine umfangreiche schriftliche Pflegedokumentation angelegt. Bei Schichtwechsel, Visiten und Besprechungen wird anhand dieser Dokumentation Bericht erstattet.

 

Dabei wird die individuelle Pflegedokumentation der einzelnen Patienten weitergegeben, so daß immer alle Mitarbeiter/innen der Station über den aktuellen Gesundheitszustand und das Befinden ihrer Patienten informiert sind.

 

Die kontinuierliche Pflegedokumentationen ermöglichen darüber hinaus, Pflegeziele für jeden einzelnen Patienten zu ermitteln, die sich an seinen individuellen Problemen, seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten orientieren.

 

Der Krankenhausalltag und seine Organisation

 

Oft wird die Frage gestellt, warum der Tag im Krankenhaus so früh beginnen muß. Dabei ist zu bedenken, daß am Vormittag auf jeder Station und insbesondere auch in den zentralen Funktionsbereichen eine Fülle von Behandlungsmaßnahmen durchgeführt werden muß.

 

Zu den Grundsätzen der ganzheitlichen Betreuung gehört dazu, daß der Patient nur eine oder wenige Bezugspersonen hat, die ihm und seinen Angehörigen als Ansprechpartner und Begleiter durch den Krankenhausalltag zur Verfügung stehen und zu denen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden kann. Natürlich kann dies nicht rund um die Uhr ein und dieselbe Person sein, jedoch ist jederzeit jemand für Sie da, um Ihnen zu helfen und sich Ihrer Wünsche anzunehmen. Bitte beachten Sie, daß das Pflegepersonal für mehrere Patienten zuständig ist, so daß es für Sie zu Wartezeiten kommen kann. Damit Sie wissen, von wem Sie betreut werden, tragen alle Krankenschwestern,  -pfleger und Ärzte unseres Hauses ein Namensschild.

 

Förderung zur Stärkung der Selbsthilfe
Parallel zur medizinischen Versorgung will die patientenorientierte Pflege den Kranken überall da unterstützen, wo er alltägliche Dinge wie z.B. Körperpflege, Waschen und Kleiden, Bewegung und Ernährung nicht mehr ohne Hilfe erledigen kann. Sie richtet sich nach dem individuellen Maß der Hilfsbedürftigkeit und will Linderung und Erleichterung verschaffen, zugleich aber auch weitestgehend die Eigenständigkeit  des Patienten erhalten und fördern. Für eine aktivierende Pflege hat die Hilfe zur Selbsthilfe und die Stärkung vorhandener Ressourcen stets die oberste Priorität.

Absolut erforderlich: Der Patient als Gesprächspartner

 

Für Sie als Patient ist es wichtig, daß Sie vertrauensvoll mit den Menschen reden, die Sie betreuen, denn sie müssen Ihre Wünsche und Erwartungen kennen, aber auch Ihre Sorgen und Ängste. Nur dann können sich die Schwestern und Pfleger ein Urteil über Ihr Befinden bilden und auch Ihre Wünsche erfüllen.